Eine Kindergeschichte

Lange vor ihrer Geburt, von Mama, Papa, den Großeltern und der ganzen Verwandtschaft sehnlichst erwartet, kam Sophia in Erlangen, einer fränkischen Universitätsstadt, zur Welt. Sie war ein munteres, lernbegieriges Mädchen und spielte gern zu Hause und im Kindergarten mit ihren Freunden und Freundinnen. Wie so oft, vergnügte sie sich an diesem schönen Sommertag im nahe gelegenen See. Plötzlich tauchte sie, ohne einen Laut von sich zu geben, unter. Ihre Mama, die sie beobachtete, stürzte entsetzt  zur Unglücksstelle und zog die kaum überraschte, putzmuntere Sophia, wieder  aus dem Wasser.

Sophia liebte Gesellschaft und unterhielt auch oft ihre Eltern und deren Gäste ausdauernd mit zirkusreifen Attraktionen und Tänzen. Sie begleitete ihre Mama bei Einkäufen und achtete sehr darauf, daß auch ihre Wünsche respektiert wurden. Nach anstrengenden Spieltagen fiel es ihr oft sehr schwer, Ruhe zu finden und einzuschlafen. Durch ihr freundliches Wesen und ihre Spielfreude, gelang es ihr leicht, Mittelpunkt zu sein und bei Besuchen ihre Großeltern zu begeistern. Kaum angekommen, wurden die dort gelagerten Spielzeuge ausgeräumt. Im Handumdrehen verwandelte sie die Wohnungen in ihr Kinderzimmer. Inmitten aller Schätze fühlte sie sich offensichtlich pudelwohl. Zunehmend entdeckte sie das Telefon und bestand hartnäckig darauf, ausreichend mit ihrer Verwandtschaft zu telefonieren. Am Bodensee kam dann zur Weihnachtszeit das lang ersehnte Brüderchen Niklas zur Welt. Von allen, auch den Tanten und Großeltern sehr umworben, drehte sich zunächst alles nur um den Kleinen. Es war gar nicht so einfach für Sophia, sich auf dieses “winzige Brüderchen” einzustellen, das gar nichts anderes konnte als schlafen, trinken und ein wenig lächeln. Er wuchs aber rasch und wurde zusehends munterer, so dass von ihm sicher noch einige Überraschungen zu erwarten sind.

Sophias Kindergartenzeit war inzwischen vorbei. Sie hatte schon oft ihre neue Schultasche geschultert. Nun war es endlich so weit: Ein großer Möbelwagen stand voll gepackt vor dem Haus. Auch das Kinderzimmer und die Spielsachen waren verstaut, denn zum Schulbeginn stand ein Umzug vom schönen Bodensee nach dem noch unbekannten DEN HAAG bevor. Oli hatte schon ein Haus ausgesucht und den Einzug vorbereitet. Es gab sogar einen Hund in der Nachbarschaft. Zum Schulbeginn hatten die Großeltern ihren Besuch angesagt. Nun galt es, sich wieder einmal zu verabschieden und zu hoffen, dass es auch in der neuen Umgebung wieder Kinder zum Spielen geben würde.

Solltest Du, liebe Sophia in der neuen Umgebung einmal keinen Freund oder Freundin zum Spielen finden, nicht telefonieren können, sollte Dir einmal gar nichts einfallen, was Freude machen könnte, die Schule lästig werden oder Dein Bruder Dich ärgern, dann könntest Du die kleine Geschichte lesen oder Dir vorlesen lassen, die Dein Großvater Dir lange versprochen und nun endlich geschrieben hat. Nun gut aufgepaßt, die Geschichte geht so:

 

Wie so oft, konnte Sophia nach einem erlebnisreichen Tag  einfach nicht einschlafen. Immer wieder stand sie bittend an der Tür, um mit Oli oder Mama noch eine ganz „wichtige Sache“ zu besprechen. Niklas war schon  lange eingeschlafen. Nachdem Oli sich beharrlich weigerte, versuchte es Mama noch ein “allerletztes Mal” mit einer Hunde-geschichte und einem erneuten Nachtgebet. Endlich fand Sophia Ruhe und schlief ein.

In dieser Nacht hatte sie einen ganz besonderen Traum: Ihr Kinderzimmer mit den vielen Pferden, Tieren und Artisten verwandelte sich plötzlich in einen wunderschönen großen Zirkus mit einem mächtigen Zelt, einer Kasse und einer Manege. Über dem Künstlereingang, der durch einen mit blauen Sternen geschmückten Vorhang von der Manege getrennt war, befand sich ein Podium für das Zirkusorchester. Ringsum gab es viele Plätze für das Publikum und ganz vorne waren Logenplätze eingerichtet. Hoch oben konnte man ein Netz entdecken und Drahtseile für die Hochseilartisten. An den Masten, die das Zirkuszelt trugen, waren Scheinwerfer befestigt, um das Zelt und die Artisten nach Belieben in unterschiedliches Licht zu tauchen. Die Logenplätze waren besonders weich, mit rotem Leder gepolstert. Über den beiden großen Kassen neben dem Eingang zum Vorzelt konnte man im hellen Licht der vielen bunten Leuchten den  Zirkusnamen “SCHWALDINI ” erkennen. In einem großen Kreis hatte man die  Wagen der Artisten und Tiere zu einer kleinen Zirkusstadt zusam-mengestellt. Aber seltsam, Sophia bemerkte, dass die Gegenstände im Traum, den Spielsachen glichen, die sie in ihrem Kinderzimmer benutzte, wenn sie Zirkus spielte. Sie waren aber verwandelt und plötzlich so groß wie in Wirklichkeit. Sie konnte das zunächst gar nicht glauben, dann aber dachte sie, wie schön, dass meine bekannten Spielzeuge in diesem “besonderen Traum” wieder auftauchen.  Sophia war im Traum auch nicht mehr klein wie eine Erstklässlerin. Sie durfte wie die Erwachsenen in die abendliche Eröffnungsvorstellung gehen. An einer der großen Kassen kaufte sie bei einer freundlichen Dame eine Karte für einen Logenplatz und hatte noch so viel Geld übrig, dass es für einige Süßigkeiten ausreichte, die man im Vorzelt kaufen konnte. Die Zirkusmusik spielte schon, so dass es Sophia kaum erwarten konnte, ins Zelt eingelassen zu werden, um ja nichts zu verpassen. Mit vielen anderen Menschen zusammen drängte sie zum Zelteingang. Dort stand ein Platzanweiser wie ein Gardeoffi-zier. Er trug eine rote Uniform mit Goldknöpfen. Dieser staunte nicht schlecht, als Sophia ihre Karte für einen Logenplatz zeigte. Er geleitete sie mit einer höflichen Verbeugung an ihren Platz. Dort saß sie nun wie eine Königin auf ihrem roten Lederstuhl. Ganz nahe war sie dem Geschehen in der Manege und konnte alles  genau sehen und hören. Der große Zirkus füllte sich immer mehr bis auf den letzten Platz. Das Zirkusorchester unterhielt die Besucher mit schmissiger Musik. Vor Aufregung und Spannung bekam Sophia einen ganz roten Kopf. Sie sah sich nun im Zirkuszelt um. Zu ihrem Erstaunen bemerkte sie, dass alle ihre Freunde und Freundinnen von Herzogenaurach, Erlagen, vom schönen Bodensee und auch von DEN HAAG direkt neben ihr Platz genommen hatten. War das eine Freude, hier alle wieder zu sehen und einige Neuigkeiten und Süßigkeiten auszutauschen. Nun schaute sie sich die Empore über dem Künstlereingang mit dem Zirkusorchester näher an. Sie war sehr überrascht, als sie den Namen des Orchesters, der in Goldbuchstaben glänzte, entzifferte. Dort stand nämlich „HANS-HINGERL-BAND“. Wie kam Onkel Hans mit seiner Band  nach DEN HAAG? Fast hätte sich Sophia an einem Bonbon verschluckt, so überrascht war sie. Erst als Onkel Hans Sophia freundlich zulächelte, sich verbeugte und mit dem Taktstock winkte, konnte sie es zulassen, daß im Traum offensichtlich fast alles möglich ist.

Nun spielte das Orchester einen Tusch mit Trommelwirbel. Das ist das Zeichen, dass die Vorstellung beginnt. Der große blaue Künstlervorhang öffnete sich einen Spalt und der Zirkusdirektor betrat mit majestätischer Geste die Manege, um das Publikum zur Eröffnungsvorstellung zu begrüßen. Aber da konnte nun wirklich etwas nicht stimmen. Sophia entdeckte zu Ihrer großen Verwunderung, dass der Opa aus Oppenweiler in einem glänzenden roten Frack und einem dazu passenden Zylinder mitten in der Manege stand und sich vor dem Publikum verneigte. Noch erstaunter war Sophia, als der Zirkusdirektor-Opa sie und alle ihre Freunde und Freundinnen besonders begrüßte. Eine Freundin aus DEN HAAG, die neben Sophia Platz genommen hatte, konnte vor Überraschung nur noch stammeln: “Einen solchen Opa möchte ich auch haben”.

Und nun folgte ein Zirkusprogramm, das sich in der Schwierigkeit der Darbietungen immer mehr steigerte, so dass die Besucher aus dem Staunen nicht mehr herauskamen: Als erste Attraktion sagte der Zirkusdirektor die Vorführung edler Pferde an. Eine hübsche, in einen weißen Frack gekleidete Dame, die einen weißen Zylinder trug, der im Lichte der hellen Scheinwerfer glitzerte, betrat die Manege. Beifall brandete auf. Sophia traute für einen Moment ihren Augen nicht. Das war doch die Oma aus Oppenweiler, die ihre Pferde elegant vorführte. Aber was für Pferde waren das? Sophia kannte sie alle und ihre Namen. Es waren ja ihre Pferde aus dem Kinderzimmer. Sie waren aber im Traum lebendig, viel größer und konnten gehen, traben und galop-pieren. Sie trugen wunderschöne farbige Büsche auf dem Kopf, die hin und her wackelten, wenn sich die Pferde bewegten. Immer wenn die Oma mit ihrer langen Peitsche knallte, ordneten sich die Pferde wieder zu neuen Figuren. Sie gehorchten ihr aufs Wort und machten zum Abschluß sogar noch eine kleine Verbeugung. Es gab für diese Vorführung einen Riesenbeifall und die Pferde verließen durch den blauen Vorhang die Manege. Sophia war sich fast sicher, daß ihr die Oma nach dieser Vorführung noch einmal kurz zu winkte.

Der Direktor betrat nun die Manege wieder, um die nächste Dar-bietung anzusagen. Es war eine Hundenummer. Eine Dame betrat, umringt von ihren quietsch-lebendigen Hunden, die Manege. Sie hatte ein gelbes Kostüm an und winkte dem Publikum elegant mit Kusshändchen zu. Es war, Sophia konnte es fast nicht glauben, die Oma aus Herzogenaurach. Die Hunde, die sie vorführte, waren Sophia auch bekannt. Es waren tatsächlich ihre Spielhunde, die aber nun im Traum plötzlich größer waren und sehr temperamentvoll herumtobten. Die Oma hatte alle Mühe, diese aufgebrachte Herde zu kontrollieren. Die Hunde legten sich auf Kommando auf den Bauch, machten Männchen, hüpften über kleine Gitter, legten sich zum Abschluß eine kurze Weile dicht neben einander, um dann in einem Höllentempo durch den blauen Vorhang hinaus zu stürmen. Mit großem Beifall wurde diese Hundedressur vom Publikum und den Kindern belohnt.

Der Zirkusdirektor hatte nun wieder einen großen Auftritt: Die Musik spielte einen Tusch und es folgte die Ankündigung von Ar-tisten der Extraklasse: In ganz eng anliegenden blauen Trikots be-traten zwei Artisten die Manege. Sie waren muskulös und schienen gut vorbereitet. Sie führten gemeinsam Bodenakrobatik aus. Sophia erkannte die Künstler sofort: Der Opa von Herzogenaurach war Untermann. Auf dessen Schultern kletterte behende Papa. Opa streckte nun seine Arme nach oben, Micha faßte die Hände, streckte seine Beine nach vorne und unter einem Trommelwirbel stemmte er sich langsam in den Handstand. Sie freuten sich offensichtlich über den tosenden Beifall und führten immer wieder neue Kunststücke vor. Am Schluss verbeugten sich die Artisten, nicht ohne Sophia noch einmal freundlich zu winken und verließen die Manege. Wieder betrat der Zirkusdirektor die Manege und kündigte eine Clown-Nummer an. Die Manege betrat ein Clown, der sehr lustig bekleidet war. Die Kleider waren ihm viel zu groß, ebenso die Schuhe, so dass er kaum gehen konnte. Mitten im Gesicht hatte er eine knallrote Nase und eine mit nur wenigen roten Haaren. An der Hand führte er einen gleich gekleideten, kleinen Clown. Sophia rieb sich verwundert die Augen. Der große Clown lachte sie tatsächlich freundlich an und der kleine machte eine artige Verbeugung. Erst beim genauen Hinsehen bemerkte Sophia wer die beiden waren. Es war die Tante Marlies als großer Clown und das Brüderchen Niklas als kleiner. Der kleine Clown konnte offensichtlich nicht reden, denn er hatte den ganzen Mund voll Wasser. Sie führten eine besondere Nummer vor: Als der große Clown den kleinen auf ein Podest gestellt hatte und zu ihm sagte: “Liebes Bienchen gib mir Honig!”, spritzte Niklas seine Tante zu deren Entsetzen von oben bis unten völlig naß. Das Publikum und die Kinder rasten vor Begeisterung. Nun betrat ein hübsches junges Mädchen mit weißen Stiefeln, einem weißen Röckchen und einer goldenen Pelzmütze als Zirkusprinzessin die Manege. Sie zeigte allen Anwesenden ein Schild mit der Aufschrift “PAUSE”. In der Vorhalle des Zirkuszeltes gab es während der Pause Süßigkeiten aller Art, Würstchen und reichlich Gelegenheit, mit den anderen Kindern über die Zirkusvorstellung und die damit verbundenen Erlebnisse zu reden. Einige nutzten die Pause, um alle Tiere in ihren Gehegen zu besichtigen.

Nach einiger Zeit setzte die Musik wieder ein zum Zeichen, daß die Pause beendet sei und alle Besucher strömten wieder auf ihre Plätze. Vor Sophias Augen befand sich nun ein Gitter, das offensichtlich dazu diente, die Zuschauer vor den gefährlichen Raubtieren zu schützen. Es ertönte ein Trommelwirbel und ein Tusch und der Zirkusdirektor kündigte mit großer Geste die anstehende gemischte Raubtierdressur an. In einem Lederanzug und Stiefeln betrat der Dompteur als erster den Raubtierkäfig. Sophia bekam es in diesem Moment mit der Angst zu tun, denn Oli hatte offensichtlich den Mut, als Raubtierbändiger aufzutreten. Ihm sollte doch nichts passieren! Nach und nach kamen Tiger, Panther und Löwen ins Gehege. Sophia kannte sie alle aus ihrem Spielzimmer. Jetzt aber waren sie größer, sehr behende und fauchten gefährlich ihren Dompteur an. Oli stellte verschiedene Pyramiden auf und die Tiere setzten sich in Gruppen  darauf. Dann nahm er einen Reifen, hielt ihn über den Kopf und alle Tiere mussten durch den Ring springen. Gegen Ende der Vorführung legten sich die Tiere friedlich nebeneinander und Oli durfte sie streicheln. Dann kam ein Trommelwirbel. Sophia schrie laut: » ” pass auf   Oli!” «, denn nun legte er seinen Kopf in das weit geöffnete Maul des größten Löwen. Unter tosendem Beifall verließen zunächst die Tiere, dann der Dompteur, der noch einmal Sophia zuwinkte, die Manege. Während die Gitter abgebaut wurden, unterhielten die beiden Clowns wieder das Publikum und die vielen Kinder. Der kleine Clown Niklas hatte eine Klatsche in den Händen und immer, wenn der große Clown sich umdrehte, bekam er kräftig Hiebe. Sobald er sich wieder wendete stand Niklas unter dem Gelächter des Publikums wieder da, als wäre nichts geschehen.

Nun kündigte der Zirkusdirektor zum Schluß der Vorstellung als Höhepunkt die weltbekannten SCHWALDINI-SISTERS an. Ein Tusch des Orchesters und ein Trommelwirbel begleiteten die drei Damen. Über ihren Trikots trugen sie einen goldenen Umhang. Als sie den Umhang ablegten, staunte Sophia sehr, denn diese Artisten sahen ihren Tanten Veronika, Christiane und Claudia zum verwechseln ähnlich. Sie könnten es, was im Traum durchaus möglich ist, sogar gewesen sein. Es sah schon sehr gefährlich aus, sie dort oben hoch über den Köpfen der Zuschauer bei ihren Vorführungen zu bewundern. Zunächst arbeiteten sie am Trapez. Claudia war die Fängerin und Christiane und Veronika schwangen sich auf ihrem Trapez hin und her, lösten sich dann und Claudia fing sie sicher auf. Daran schloß sich eine Balance-Vorführung auf dem Hochseil an. Unter einem Trommel-wirbel begab sich Claudia bis zur Mitte des Hochseils und machte dann ihren berühmten freihändigen Salto. Dann setzte sie sich auf ein Motorrad, fuhr bis zur Mitte des Seils und Veronika und Christiane führten auf ihren Trapezen unter dem Motorrad verwegene Kunst-stücke vor. Sophia blieb bei diesen Darbietungen fast das Herz stehen aus Angst, es könnte ihren Tanten etwas passieren. Es ging aber alles gut. Die Sisters stiegen herunter und verbeugten sich nicht ohne So-phia freundlich zu winken. Zum Abschluß trat der Zirkusdirektor noch einmal unter tosendem Beifall mit der ganzen SCHWALDINI-TRUPPE in der Manege auf und bedankte sich für den zahlreichen Besuch. Es war schon spät in der Traumnacht geworden. Sophia waren schon ab und zu die Augen ein wenig zugefallen. Alle Tiere in den Gehegen waren zur Ruhe gekommen und Sophia verabschiedete sich von ihren Freunden und Freundinnen.

Am folgenden Morgen gab es aber die größte Überraschung: Sophia wurde wie gewöhnlich von ihrer Mama geweckt und sah sich verdutzt in ihrem Kinderzimmer um. Sie sah alle ihre Spielsachen in Wirklichkeit wieder, den Zirkus und die Tiere, die unbeweglich und klein darauf warteten, von ihr wieder in die Hand genommen und zum Spiel aufgebaut zu werden. Jetzt aber wußte sie, daß Ihre Tiere “im Traum” auch groß und stark sein können und daß sie dann auch all ihren Freunden und Freundinnen und ihren Verwandten wieder begegnen könnte. Sie nahm sich fest vor, abends nicht mehr so oft darauf zu drängen, mit Oli oder Mama zu sprechen, um ja nicht einen schönen Traum zu verpassen. Und jetzt hatte sie für alle Fälle auch noch OPAS-GESCHICHTE als eine feine Unterhaltung, wenn sie sich alleine fühlen sollte. Sophia, sagt der Zirkusdirektor-Opa nun zum Schluß: “Mach schnell mal zur Probe Deine Augen zu und denk ganz fest an mich!”  Kannst Du mich in meinem roten Frack und Zylinder erkennen und sehen, daß ich Dich grüße? Und solltest Du einmal ausnahmsweise gar nichts sehen, dann sei ganz sicher, dass Dein Opa aus Oppenweiler Dir jetzt freundlich zu winkt. Du könntest Dir wie im Traum auch vorstellen, dass es alle, die Du lieb hast, auch wenn Du von ihnen eine Weile getrennt bist, noch gibt. Auch wir, alle Deine Verwandten und Freunde wissen, daß es Dich gibt. Wir wünschen Dir zusammen mit Deinen Eltern und Freunden in DEN HAAG eine gute Zeit und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

Für alle, die Dich lieb haben,
ein Druckerle von Opa Franz

Franz Schwald
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